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Oct. 1967
Buchbesprechungen
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Zelle weiter aus, Kapitel XI geht auf die Beziehungen zwischen den Zellen ein. Kapitel XIII befaßt sich mit der Evolution der Zelle und ihren Differenzierungen im Verlaufe der Entwicklung bei Pflanze und Tier, wobei auch weitgehend hypothetische Bereiche kurz gestreift werden. Den Abschluß bildet die quantitative Erfassung der Zelle. Jedes Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung. Das Literaturverzeichnis hat den impor-
nierenden Umfang von 29 zweispaltig bedruckten Seiten. Diese kurze Inhaltsangabe erscheint aber nicht angesichts des Reichtums des Gebotenen gerechtfertigt.
Zu bemerken ist, daß der obige in seiner knappierten Form äußerst schwierige Stoff in oft vom sprachlichen Ausdruck her recht unzulänglicher Weise dargeboten wird. Auch wirken sich häufige Druckfehler gelegentlich störend aus. Ein Beispiel soll für viele stehen, wie sie sich fast auf jeder Seite finden. Seite 10: „Die Membran umhüllt stets einen Raum, geht also an allen Seiten mit anderen Innenräumen übereinander oder untereinander verwachsen.“ Dieses Ausdrucksbild ist also durchaus sachlich. Auch sächlich sind einzelne alzine große Vereinfachungen nicht vertretbar, so etwa, wenn es auf S. 112/113 heißt: „Ferner kann es bei Pilzen vorkommen, daß nach der Plas-
ma verschmelzung der Gameten die Kernverschmelzung noch nicht eintritt, sondern sich ein Dikaryon (= Heterokaryon) ausbildet.“ Die Gleitverschmelzung von Dikaryon und Heterokaryon ist nur möglich, wenn die beiden Zellkerne in der gleichen Zelle verschiedenes genetisches Material enthalten. Besonders unangemessen fällt ein Druckfehler am Einband auf: Es ist hier von „Elektronenmikroskopie“ statt „Elektronenmikrographien“ die Rede.
Alles in allem haben wir es mit einem als Einführung kaum geeigneten, als Nachschlagewerk aber äußerst reichhaltigen Buch zu tun, das jedem Biologen zweifellos viel Neues zu bieten hat und in keiner einschlägigen Bibliothek fehlen dürfte.
HARALD RIEDEL.
Kumerloev, H.: „Ergänzungen zur Avifauna Kleinasiens“. Bonner Zoologische Beiträge,
Heft 3/4 (1966), Seite 257–259.
Verfasser, dem wir durch seine Arbeit „Zur Kenntnis der Avifauna Kleinasiens“,
Bonner Zoologische Beiträge, 12, 1961, Sonderheft, eine auf sorgfältigem Literatur-
studium und eigener feldornithologischer Tätigkeit beruhende umfassende und gründliche
Darstellung der Vogelwelt Kleinasiens verdanken, ist ständig bemüht, durch weitere
Beiträge diese Avifauna up to date zu halten. Dies gilt auch für vorliegende Abhandlung,
die der Reihe dieser Avifauna bis auf die Türkei bisher unbekannter Vögel diesem Gebiet hinzuge-
rechnet werden muß. Insgesamt umfaßt es ca. um 13 Arten. Die Gesamtzahl der türkischen Vogelwelt beläuft sich demnach auf 384 gesicherte Formen, davon 244 brütende bzw. ehemals brütende, 18 wahrscheinlich und 22 vielleicht brütende Arten,
ferner 100 Gastspezies. Weiterhin werden 18 Arten als fraglich genannt werden. Bei dem
großen Interesse, daß man zur Zeit den zoologischen Verhältnissen der Türkei entgegen-
bringt, sind die Arbeiten Kumerloevs als wichtige Bausteine zu ihrer Erforschung
zu werten.
GEORGI ROMTASSKY.
Langman, Ida Kaplan: A Selected Guide to the Literature on the Flowering Plants of
Mexico, 1964, 1015 pp. – University of Pennsylvania Press, Philadelphia 4. USA.
§ 25,-.
Diese Bibliographie ist ein Führer durch die Literatur über die mexikanischen
Blütenpflanzen seit der Entdeckung und Eroberung Mexiko’s im 16. Jahrhundert.
Besondere Berücksichtigung finden die Literatur, die sich auf die Herkunft, Klassi-
fikation und Verbreitung der Pflanzen bezieht, Probleme, für die sich vor allem die
Systematiker und Phytogeographen interessieren werden. Aber auch diese Literatur
wird berücksichtigt, die viele andere Gebiete betrifft, vor allem die Geschichte der
Botanik in Mexiko, darüber auch die Biographien der zahlreichen Forscher, die in Mexiko
gearbeitet haben. Neben der Reihenfolge der Autoren folgt die des Systems. Mexiko’s
die Pflanzennamen enthalten, werden angeführt und alle Arbeiten, die sich
auf die Verwendung von Pflanzen in der Landwirtschaft, Gartenkultur, Medizin, Pharma-
kologie und Industrie beziehen, zitiert. In Bezug auf Systematik und Phytogeographie
entspricht die vorliegende Bibliographie in ihrem Umfang zu sein. Die Literatur über
andere Gebiete der Botanik, sofern sie in Mexico publiziert wurde, sicher abgültig
vollständig. Manuskriptarbeiten wurden, wenn sie irgendwo katalogisiert und erreichbar
waren, auch aufgenommen. Bei der Zusammenstellung dieser Bibliographie wurden
die Kataloge aller größeren Bibliotheken der Vereinigten Staaten mit nur ganz wenigen
Ausnahmen, ferner alle Bibliotheken Mexikos eingehend ausgewertet.
Ann. nat. Mus. Wien, Bd. 70 (1966)
Ed. Dr. F. Bachmayer, alle Wien I
Burgring 7
austria