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Page 9 · DO #1593 · 72_Degener_Bx2FF17B_r
- Collection
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Otto Degener (1899–1988) papers
- Item/Folder
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Correspondence, 1958
- Digital Object
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DO #1593,
page 9
- Collection-level dates
- 1915–1985, n.d.
Page transcription
wunderbare Lichtbilder zu bekommen.Legt man die Wedel unter das UV-Auflicht Mikroskop, so sieht man die Blattzähne leuchten, nicht aber die bekannten Wassergrubender Farne.Im Wedel beobachtet man nur geringe Fluoreszenz in den feinsten Bündelchen.Es kann infolge des Casparyschen Streifens die Lösung nicht in den Wändungen ins Blattgewebe.Alles wird durch das Plasma abgeschirmt.Am Ende der Zähne fällt dieses Sieb und die nur in den Wändungen sich bewegende Lösung kommt heraus.Ich habe darüber eine kleine Arbeit geschrieben, musste jedoch auf die Bilder verzichten.Jetzt habe ich gute Fotos und Mikrofotos.Wenn Sie Interesse haben, können Sie Abzüge haben.Ich mache ja mir selber alles in Diapositiven.
Des weiteren werde ich mir von den Sporangienmikrophotos auch solche im polarisierten Lichte machen, da wie überall so auch hier die Richtung der Celluloseketten die Richtung der besten Dehnbarkeit ergibt.Die anderen Farne sind genau untersucht (Gleicheniaceae etc) aber alles liegt unpubliziert hier.Vor langen Jahren habe ich eine Arbeit über dieses Thema geschrieben, die aber zuviel enthielt und in der das untergeht.Die Micellierung ist nur in den Händen einer geringen Zahl von Hinen.
Soeben erhalte ich die Nachricht, dass meine Arbeit über "Blumen wie sie die Insekten sehen" in größerem Umfang gedruckt werden soll.Wir wollen sogar eine Farbtafel befügen lassen.Diese und 1-2 Schwarzweissstafeln mit UV-Bildern gehören dazu, weil man dann die Unterschiede schlagend sieht.Vielleicht wird ein kleines Buch daraus.
Doch nun muss ich schliessen, da andere Arbeit wartet.
Wie interessant wären diese Blütenfarbversuche gerade in Tropen! Aber dafür bekommt man keine Reisestipendien.Alte Herren und Vettern und Basen derselben, die bekommen diese Gelder zur Förderung der Wissenschaft!
Mit besten Grüßen
Ihr ergebener
Dr. Riesewoldt.