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Page 41 · DO #1727 · 72_Degener_Bx9FF38D_r
- Collection
-
Otto Degener (1899–1988) papers
- Item/Folder
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Naturalist's South Pacific Expedition: Fiji by Otto Degener, German Translation by Isa Degener and Elizabeth Hansen, p. 287-360, n.d.
- Digital Object
-
DO #1727,
page 41
- Collection-level dates
- 1915–1985, n.d.
Page transcription
- 326 -
die Pflanze besitzt wichtige Eigenschaften, sonst würde sie nicht an
solch isolierten Plätzen wie in Samoa und den Neuen Hebriden verwendet
werden. Die Samoaner pressen den Saft aus und gebrauchen ihn auf Tapa
als Beizmittel für verschiedene Farben, als Lack und als die gewöhnlich-
ste braune Farbe. Die Einwohner der Neuen Hebriden kochen die Rinde
Schnitt-
in Salzwasser und verteilen die entstehende Flüssigkeit auf Wunden.
Wir fanden wiederum den 7 - 12 m hohen Baum, Alphitonia zizyphoides,
eine Rhamnaceae. Alcisiio kannte ihn unter dem Namen ndoi. Er bezeichnete
das Holz als gut für Hauspfosten, die nicht in Berührung mit dem
Boden kommen. In der Erde verrotten sie. Aloisio fügte eine Belehrung
hinzu, die ich als phantastisch, aber trotzdem mit Interesse ansah.
Gegen Ohrenschmerzen täufelt man den Saft der Rinde ins Ohr. Wenn eine
Kokospalme nicht Frucht ansetzen will - ich erzählte Alcisiio, dass ich
mehrere auf meinem Strandbesitz auf dem ländlichen Oah hätte - riet er mir
ndoi Rinde mit Wasser vermischten zu nehmen, auf die Spitze des
Baumes zu klettern, und von dort aus das Wasser auf die Erde hinunter
zu gießen. Ich sammelte später diesen Baum bei Rewasa, wo er ndoi
selwa heisst. Dort dient er als Bauholz und zur Herstellung von Schle-
geln mit denen Rinde zu Stoff (eigentlich Papier) geschlagen wird.
Die Samoaner zerreiben die Blätter und gebrauchen sie als Seifenersatz
beim Haarwaschen.
Ich erfuhr, dass ndingwaruwaru Farn (Asplenium falcatum), der sich
mit seinen vielen Varietäten von den Pazifischen Inseln nach Indien
und Zentral Africa erstreckt, zerquetscht in Wasser, als Heilmittel
gegen Halsschmerzen getrunken wird. Die mata (Microlepia speluncas),
ein Farn, überall in den Tropen der Alten Welt vorkommend, bildet nicht
nur meine Matratze in Mbelo, es konnte auch als Medizin gegen Zahnschmerzen
gekaut werden. Die mbasanga (Pteris tripartita), ein anderer
variabler Farn, der von Asien bis nach dem tropischen Afrika wächst,
hat seine besondere Verwendung. Die zerquetschten, frischen Wedel
braucht man als Kräuterpflaster gegen Geschwüre.